SEO-Checkliste für neue Websites
Eine neue Website ist online – und bei Google passiert erst einmal nichts. Das ist normal. Mit diesen zwölf Schritten legen Sie die Grundlage, damit Google Ihre Seiten findet, versteht und Besuchern zeigt.
Teil 1: Damit Google Ihre Website findet
1. Indexierung erlauben
Der häufigste Fehler bei neuen Websites ist zugleich der ärgerlichste: Die Seite ist für Suchmaschinen gesperrt. Viele Baukästen und WordPress-Themes haben während der Entwicklung eine Einstellung wie „Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren“. Wird sie beim Start nicht ausgeschaltet, bleibt die Website unsichtbar.
Prüfen Sie deshalb zwei Dinge: ob im Quelltext Ihrer Seiten ein noindex steht und ob Ihre Datei robots.txt wichtige Bereiche blockiert. Die robots.txt finden Sie unter ihre-domain.de/robots.txt.
2. Google Search Console einrichten
Die Google Search Console ist kostenlos und das wichtigste Werkzeug für Ihre Sichtbarkeit bei Google. Sie zeigt, welche Seiten indexiert sind, bei welchen Suchbegriffen Ihre Website erscheint und ob es technische Probleme gibt. Am besten richten Sie eine Domain-Property ein. Sie bestätigen sie über einen Eintrag bei Ihrem Domain-Anbieter und erfassen damit alle Varianten Ihrer Adresse.
3. Sitemap einreichen
Eine XML-Sitemap ist eine Liste aller Seiten, die Google kennen soll. WordPress erzeugt sie automatisch, ebenso Shopify, Wix und die meisten anderen Systeme. Reichen Sie die Adresse der Sitemap in der Search Console unter „Sitemaps“ ein. Einzelne wichtige Seiten können Sie zusätzlich mit dem URL-Prüftool zur Indexierung anmelden.
Wichtig zu wissen: Auch wenn alles richtig eingerichtet ist, kann es Tage bis Wochen dauern, bis neue Seiten in den Suchergebnissen auftauchen. Google garantiert keine Indexierung.
4. HTTPS und eine einheitliche Adresse
Ihre Website sollte ausschließlich über HTTPS erreichbar sein. Außerdem sollte sie nur unter einer Adresse laufen – also entweder mit oder ohne „www“. Die andere Variante leitet dauerhaft (per 301-Weiterleitung) auf die richtige um. So machen sich keine doppelten Versionen derselben Seite Konkurrenz.
Teil 2: Damit Google Ihre Seiten versteht
5. Titel und Meta-Beschreibung für jede Seite
Der Title-Tag ist die blaue Überschrift im Suchergebnis. Er sollte für jede Seite einzigartig sein, das wichtigste Thema früh nennen und nicht abgeschnitten werden. Als Faustregel gelten rund 50 bis 60 Zeichen – entscheidend ist aber die Pixelbreite. Die Meta-Beschreibung ist der Text darunter. Sie ist kein direkter Rankingfaktor, entscheidet aber mit darüber, ob jemand klickt. Rund 120 bis 155 Zeichen sind ein guter Richtwert. Google schreibt Beschreibungen manchmal selbst um, wenn eine andere Stelle Ihrer Seite besser zur Suchanfrage passt.
Wie Ihr Suchergebnis aussehen wird, prüfen Sie mit unserer kostenlosen Google-Vorschau. Sie misst die Breite in Pixeln und zeigt, ob etwas abgeschnitten wird.
6. Kurze, lesbare URLs – ohne Umlaute
Gute URLs sind kurz, in Kleinbuchstaben und beschreiben den Inhalt: /leistungen/badsanierung/ statt /?page_id=123. Trennen Sie Wörter mit Bindestrichen, nicht mit Unterstrichen – das empfiehlt auch Google.
Für deutsche Websites gilt eine eigene Regel: Umlaute und ß besser umschreiben. Aus ä wird ae, aus ö wird oe, aus ü wird ue und aus ß wird ss – also /gaertnerei-muenchen/ statt /gärtnerei-münchen/. Google kann Umlaute in Adressen zwar verarbeiten. Beim Kopieren und Teilen werden sie aber oft zu unleserlichen Zeichenketten wie %C3%A4. Unser kostenloser Slug-Generator erledigt die Umwandlung automatisch.
7. Eine klare Überschriftenstruktur
Jede Seite hat genau eine Hauptüberschrift (H1), die sagt, worum es geht. Darunter gliedern Zwischenüberschriften (H2, H3) den Text. Das hilft Lesern beim Überfliegen und Suchmaschinen beim Verstehen. Bilder bekommen einen kurzen Alternativtext, der beschreibt, was darauf zu sehen ist.
8. Interne Links setzen
Interne Links verbinden Ihre Seiten untereinander. Über sie findet Google neue Seiten und erkennt, welche besonders wichtig sind. Achten Sie darauf, dass jede wichtige Seite von mindestens einer anderen Seite verlinkt wird, und verwenden Sie aussagekräftige Linktexte: „unsere Preise für Badsanierung“ statt „hier klicken“.
Teil 3: Damit Besucher bleiben und vertrauen
9. Ladezeit und Core Web Vitals
Langsame Seiten verlieren Besucher, bevor diese überhaupt etwas gelesen haben. Google misst die Nutzererfahrung mit den sogenannten Core Web Vitals: Ladezeit des größten sichtbaren Elements (LCP), Reaktionszeit auf Eingaben (INP) und Stabilität des Layouts (CLS). Als „gut“ gelten laut Google ein LCP von höchstens 2,5 Sekunden, ein INP von höchstens 200 Millisekunden und ein CLS von höchstens 0,1. Ihre Werte prüfen Sie kostenlos mit PageSpeed Insights. Die häufigsten Bremsen sind zu große Bilder, zu viele Plugins und schwache Hosting-Pakete.
10. Mobil zuerst denken
Google bewertet Websites grundsätzlich anhand der mobilen Ansicht. Das nennt sich Mobile-First-Indexierung. Prüfen Sie Ihre Seite deshalb auf dem eigenen Smartphone: Ist der Text ohne Zoomen lesbar? Lassen sich Buttons gut treffen? Sind alle Inhalte der Desktop-Version auch mobil vorhanden?
11. Impressum, Datenschutz und Kontakt
In Deutschland gehören ein Impressum nach § 5 Digitale-Dienste-Gesetz (DDG) und eine Datenschutzerklärung nach DSGVO zu jeder geschäftlichen Website. Setzen Sie Cookies oder Tracking ein, die nicht technisch notwendig sind, brauchen Sie zudem eine Einwilligung Ihrer Besucher. Beides ist zunächst eine rechtliche Pflicht – im Zweifel lassen Sie es anwaltlich prüfen.
Für SEO sind diese Seiten kein direkter Rankingfaktor. Sie stärken aber das Vertrauen, das bei Google eine zentrale Rolle spielt. Wer klar zeigt, wer hinter einer Website steht und wie man ihn erreicht, wirkt auf Besucher und Suchmaschinen seriöser. Dazu gehören auch eine „Über uns“-Seite und gut auffindbare Kontaktdaten. Für lokale Betriebe lohnt sich außerdem ein kostenloses Unternehmensprofil bei Google mit denselben Angaben zu Name, Adresse und Telefonnummer wie auf der Website.
Teil 4: Damit Sie auch gefunden werden
12. Ein Inhaltsplan statt Zufall
Technik sorgt dafür, dass Google Ihre Seiten lesen kann. Gefunden werden Sie aber über Inhalte. Eine neue Website hat anfangs kaum Autorität, deshalb sind stark umkämpfte Begriffe wie „Versicherung“ oder „Sneaker kaufen“ zunächst außer Reichweite. Besser sind konkrete, längere Suchanfragen, bei denen Sie wirklich etwas zu sagen haben.
So entsteht ein einfacher Plan:
- Sammeln Sie die Fragen, die Kunden Ihnen am Telefon, im Laden oder per E-Mail stellen.
- Machen Sie aus jeder Frage ein Thema – ein Artikel pro Frage.
- Prüfen Sie, was bei Google zu diesem Begriff bereits oben steht, und schreiben Sie etwas Hilfreicheres.
- Verlinken Sie jeden Artikel mit der passenden Leistungs- oder Produktseite.
- Veröffentlichen Sie regelmäßig. Kontinuität bringt mehr als ein einzelner großer Schub.
Dieser letzte Punkt scheitert in der Praxis am häufigsten an der Zeit. Hier setzt Nino an: Es findet die passenden Keywords, schreibt die Artikel inklusive Title-Tag, Meta-Beschreibung, Links und Bildern und veröffentlicht sie täglich auf Ihrer Website – etwa über WordPress, Shopify, Wix oder Webflow.
Die Checkliste auf einen Blick
- Kein
noindex, robots.txt blockiert nichts Wichtiges - Search Console eingerichtet, Sitemap eingereicht
- Nur HTTPS, eine einheitliche Adresse
- Eigener Titel und eigene Beschreibung für jede Seite
- Kurze URLs in Kleinbuchstaben, ohne Umlaute
- Eine H1 pro Seite, klare Zwischenüberschriften, Alternativtexte
- Jede wichtige Seite intern verlinkt
- Core Web Vitals im grünen Bereich
- Mobil gut lesbar und bedienbar
- Impressum, Datenschutzerklärung, Kontakt, „Über uns“
- Themenplan auf Basis echter Kundenfragen
- Regelmäßig neue Inhalte
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